….arbeiten und leben in greece
ok,der erste winter ist fast vorbei…..
wir machen tatsächlich den längsten zakynthos urlaub unseres lebens.
es regnet und stürmt bis zum erbrechen,man kann tagelang nicht vor die
haustür,es ist nicht wirklich kalt,aber unangenehm feucht.
einen kamin hatten wir zu der zeit noch nicht…
ich liebe trotzdem den winter hier,bin viel mit dem motorrad unterwegs,diese
einsamkeit und stille überall fasziniert mich.
die ersparnisse schrumpfen dahin.
ich gönne jutta unglaublich,nicht mehr in den oliven arbeiten zu
müssen,obwohl ich auch oft den eindruck hatte das es ihr irgendwie gefällt.
…frage mich warum ICH eigendlich nie diese arbeit gemacht habe.
ich glaube bis heute das es daran liegt das alle hier glauben als
uuuunglaublich gebildeter und ausgebildeter deutscher-klingt bescheuert-ist arbeit
dieser art unter der würde.
es kam nie jemand auf die idee mich zu fragen ob ich es machen möchte,wenn
ICH daran dachte,ergab sich immer etwas anderes..
bei einer frau ist das anders,frauen wird jede arbeit zugemutet.
jutta war-und ist- sehr gut in allem was sie tut,davor haben alle
respekt,aber sie ist ne ausnahme.
griechenland ist eine männerwelt,ohne wenn und aber.
ab anfang märz gehe ich wieder auf arbeitssuche.
zuerst wieder zu besagter werkstatt.
höre…”oh,seid ihr schon wieder hier?” vom chef..
ich sage ,nein,wir waren gar nicht weg,über den winter…
er..”ok,ich rufe dich an.”
bis ende märz passiert nichts.
es geht auf ostern zu,unser erstes hier in zakynthos.
die junge nachbarengländerin sagt uns petro hat uns eingeladen.
WIR denken,na ja ostern halt…
was für eine uuuunglaubliche fete!!!!!
multikulti,wir,engländer,albaner und nicht zuletzt griechen..
davon kann ich sogar ein paar bilder liefern…megapix sei dank…
nachdem sich mit pastras nichts tut,gehe ich zu meinem letztjährigen
chef,die autovermietung in laganas.
wir reden drüber,er sagt klipp und klar,ab dem ersten april bist du dabei..
ich sage zu………
bin gerade zur haustür rein,um jutta zu berichten,da klingelt das telefon…..
pastras ist dran,sagt am ersten april kann ich anfangen,zu meinen
bedingungen.
(ich vergass zu erwähnen das ich bei ihm ein fast “deutsches gehalt” als
voraussetzung angab,schon aus trotz weil er mich sooo lang hingehalten hat)..
na klasse,jetzt hab ich zwei jobs.
nachdem dimitri-der autovermieter-immer straight zu mir war,hatte ich
wahnsinnige hemmungen ihm jetzt abzusagen.
aber die aussicht auf einen ganzjahresjob….hmmm,was tun?
ich erkläre pastras das ich schon woanders zugesagt habe,er springt typisch
griechisch,fast durch den hörer.
des weiteren erkläre ich ihm,mit schrecklich schlechtem gewissen,das ich IHM
nun erst nach absprache mit dimitri zusage..avrio…
jutta und ich reden die halbe nacht drüber.
am nächsten tag treffe ich mich mit dimitri.
auch jetzt ist er wieder unglaublich straight,sagt: klar,ist für dich die
bessere lösung,wenn was nicht klappt,melde dich bei mir.
ihr merkt,ich ziehe dieses thema ziemlich,aber das war ne unheimlich
wichtige entscheidung,ich war mir nie sicher,am anfang bei pastras.
sollte dimitri irgendwann mal die papiere für SEINE werkstatt beieinander
haben,fange ich ohne wenn und aber bei ihm an,hab in der beziehung echtes
vertrauen zu ihm,mehr wie zu allen anderen.hart,aber herzlich,glaub ich nennt man
typen wie ihn.
ausserdem werdet ihr bemerken das ich nur sehr wenig von jutta´s arbeit
berichte.
das liegt einfach daran,das ich gar nichts davon mitbekomme..
wenn ich nach hause komm,geht sie gerade,wenn sie kommt muss ich wieder los..
sie hat zwar den schönsten arbeitsplatz den man sich vorstellen kann,nur
kriegt sie davon überhaupt nichts mit.
wir freuen uns wenn wir stunden im jahr MITeinander verbringen können.
mein erster arbeitstag in der werkstatt.
ein kunde bringt sein auto zum service-das es ein ganz spezieller
ist,erfahre ich erst später.
ich,rein ins auto,natürlich nur mit plastikfolie über dem fahrersitz,und
los,probefahrt..
im spiegel sehe ich den guten noch wild herumgestrikulieren,denk mir aber
nichts dabei..muss ja den wagen-deutsch halt-auf irgendwelche geräusche testen.
ich komme retour,und der mensch,wenn er ne knarre gehabt hätte,hätte er mich
erschossen…
flippt total aus,war der meinung ich stehle sein auto…
chef konnte ihn beruhigen,ich fange an mit dem service..
klar,gründlich,nach plan,wie ich es gewohnt bin…ALLES nachschauen,auf
JEDEN mangel hinweisen.
er sagt: “öl wechseln,und filter..nix anderes…
an diese art “service” hab ich mich bis heute nicht gewöhnt…
als ich am ersten tag in der pause nach hause komme,lasse ich gismo
raus,mach mir was zu essen und schaue fern..
die balkontür bleibt offen,ich sehe gismo nur hereinhuschen,denke mir nichts
dabei…
ich stehe auf und sehe blutflecken auf den fliesen….gismo ist unter dem
bett..
weitere details erspar ich euch,bin sofort mit ihm zum marinos-ausserhalb
der sprechzeiten natürlich.
gismo hat dort 10 tage verbracht,wir wissen bis heute nicht was genau
passiert war,er war übelst zugerichtet…


immernoch..
hallo thomas...
...
.
Chriss - 22.09.2009 - 19:49:20
Wie süüüüüüüüß! :D