myadventure

Samstag, 11. April 2009

Wieder zurück …

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Eben noch am anderen Ende der Welt, und nun bin ich schon wieder zurück.

Einen langen Bericht werde ich nicht kritzeln, sonst kommt Ihr aus dem Lesen ja nicht mehr heraus (außerdem kennen die meisten meine Sulawesi-Berichte aus 2006 und 2007 und falls nicht, Ihr wisst ja, wo Ihr diese findet ;-)

Der Urlaub in Indonesien begann in diesem Jahr anders als sonst, denn wir hatten einen Stopover in SINGAPUR.
Eine großartige Stadt, in der ich irgendwann sicherlich mal mehr als nur 24 Stunden verbringen möchte. Vorab hatte ich mich im Internet über diese Stadt schlau gemacht und somit einen “genauen Plan” erstellt. Allerdings sind Pläne dazu da, nicht eingehalten zu werden :-) (diese Weisheit habe ich noch von der Olsenbande…)

Eigentlich wollte ich ganz viel per Pedes erkunden, doch vor Ort sah ich ein, dass es ohne den SIA-Hop on Bus nicht zu schaffen war, sich einen wirklich großen Überblick zu verschaffen. In Singapur gibt es verschiedene Sightseeing-Busse, diese unterscheiden sich im wesentlichen nur im Preis. Unser SIA-Hop on Bus war kostenfrei, da wir mit Singapur Airlines unsere Reise begonnen hatten (ein ähnlicher Bus hätte pro Person gleich 22 Euro pro Tag gekostet).

Unsere Expedition begann also nach einem Fußmarsch vom Allson Hotel aus in Suntec City, einem Wolkenkratzerviertel, in dem der größte Springbrunnen der Welt steht.

Leider bekamen wir keine Chance, in Suntec City auf einen der Wolkenkratzer zu klettern, um den wunderschönen Ausblick zu genießen, deshalb machten wir uns nun auf den Weg zum “Flyer”, dem weltgrößten Riesenrad. Irgendwie wollten wir alle diese Stadt auch ein wenig von oben betrachten. Da die Strecke dorthin einfach zu weit für unsere 8 kleinen Füße war, nutzten wir das nette SIA-Hop on Gefährt. Am Flyer angekommen, besorgten wir uns die Eintrittskarten und stiefelten zum Eingang. Anstehen brauchten wir nicht - die Absperrung ließ aber vermuten, dass es hier auch mal größeren Andrang zu geben scheint. Witzig war, dass wir durch eine Sicherheitsschranke gehen mussten, wir man sie von jedem Flughafen kennt. Aus einer riesigen Gondel konnten wir den Ausblick auf die Stadt und den Hafen genießen.


Blick auf Skyline und Fußballfeld-Floß

Wieder festen Boden unter den Füßen beschlossen wir, mit dem SIA-Hop on Bus eine komplette Stadtrundfahrt zu machen, um einen tatsächlichen Überblick zu bekommen. Während der Tour nickte der ein oder andere auch schon mal kurz in den Sekundenschlaf - die 1,5 stündige Fahrt zum Flughafen und der 11,5 Stunden andauernde Flug hinterließen eben doch ein enormes Schlafdefizit. Um nicht ganz wegzudröseln, gab es immer wieder ein “oh” und ein “ah” und viele Fotos.
Nach dieser fast 2 stündigen Tour einigte man sich auf ein Mittagsschläfchen im Hotel, um dann die Stadt am Abend “unsicher” machen zu wollen.
Gegen 18 Uhr zogen wir also erneut, diesmal zu Fuß und auf direktem Wege, los.
Am Clarke Quay war die “Clinic Bar” noch nicht wirklich geöffnet, und so zog uns ein frisch gezapftes Bier auf den Barhocker vom “Cuba Libre”.


“Clinic Bar”

Nichts im Magen aber schon ein Bier in der Rübe. Nun musste was Essbares her, sonst hätten wir von Singapur wohl nicht mehr viel mitbekommen.
Vermutlich stand uns der Hunger auf der Stirn geschrieben, denn ständig wurden wir vor den Lokalitäten angesprochen, in ihrem natürlich “einzigartigem Restaurant” zu speisen. Wir beschlossen deswegen, in einem Restaurant zu essen, vor dem wir hierzu nicht bedrängt werden. Und so landeten wir in Harrys Bar. Wie sympathisch - ist es doch DIE Bar, die wir regelmäßig im Changi Airport Singapur aufsuchen :-)

Gestärkt liefen wir weiter durch die City und setzten unsere Fotosession fort.

Was tagsüber grau erscheint, erleuchtet abends in kunterbuntem Glanz.

Auf dem Plan stand erneut Suntec City, denn der Springbrunnen sollte abends besonders toll angeleuchtet werden. Sollte ist gut, denn die Stadt wollte entweder Strom und Wasser sparen oder aber wir waren einfach zu spät dort. Jedenfalls rauschte und leuchtete nichts. Also auf zum nächsten Planpunkt… die “New Asia Bar” im 72. Stock des Swissotels sollte es sein. Doch leider waren wir angeblich nicht standesgemäß angezogen, somit suchten wir eine letzte stadtübliche Location für einen Absacker in Singapur. Die Suche blieb erfolglos, so dass wir unmittelbar neben unserem Hotel auf dem Bordsteig der gut befahrenen Straße saßen und uns beim Bier gegenseitig anbrüllten, weil hier auch nachts Straßenbauarbeiten mit viel Lärm erledigt werden.
Egal, wir saßen und tranken Bier und hatten es nun auch nicht mehr so weit ins Hotel.

SULAWESI
Endlich im Santika Hotel angekommen, konnte der Urlaub entspannt in unserer Cottage mit wunderschönem Garten beginnen.

Kaffee und Cappu um 6 Uhr morgens, manchmal noch Frühstück, dann zum Steg, Tauchen, Tauchen, Lunch, Tauchen, Bier am Pool, Dinner, Schlafen und zwischendrin immer wieder eine “Nikotoxtime” - also ein überschaubarer Tagesablauf für die folgenden Tage ;-)

Und welch witziges Gefühl: wir sind wieder Millionäre! :-)

Keine “Blüten”, richtiges Geld!

SCHWARZE MAKAKEN & SCHEUE MAKIS
Die von der Tauchbasis angebotene Tangkoko-Tour wurde für uns zu einem besonderen Erlebnis.
Wir fuhren von unserem Hotel per Boot ca. eine Stunde in Richtung Bangka, einer weiteren vorgelagerten Insel vor Nordsulawesi und absolvierten dort zwei Tauchgänge mit vielen Weichkorallen. Danach bekamen wir unseren Lunch auf dem Boot und wurden schließlich an einem kleinen Strand auf dem Festland abgesetzt. Das Wort “ausgesetzt” würde es wohl eher treffen, denn hier gab es nichts außer Dschungel. Nachdem wir also das Boot durchs Wasser watend verlassen und unsere Füße entsandet und mit festem Schuhwerk versehen hatten, standen wir etwas ratlos in diesem wirklich lauten Dschungel. Wir wussten nicht, für wann der Ranger bestellt war und wann und wo uns das Auto am Abend wieder einsacken würde. Wir verließen uns total auf die Planung der Tauchbasis. Die Zeit verging irgendwie gar nicht, und trotzdem verging eine Viertelstunde nach der anderen. Irgendwann raschelte es laut und ich sah etwas Schwarzes - einen Affen. Also erst glaubte ich es nicht, aber kurz darauf raschelte es erneut und es erschien ein Affe nach dem anderen. Sie gingen an uns vorbei und spurteten auf einem am Strand stehenden Baum. Wir waren im Fotofieber und die Zeit verging nun doch etwas rascher - der Ranger ließ sich aber dennoch nicht blicken. Irgendwann waren wir wirklich umgeben von diesen Affen mit ihren langen Nasen, die erfolgreich auf Futtersuche gegangen waren.
Wahrscheinlich stand ich einem Affen im Wege, denn erst sprang er mich an, wie Hunde das manchmal tun und als ich mich nicht von der Stelle bewegte, umschlang er mit seinen Armen mein Bein und zog daran. Dabei bohrten sich seine Krallen in meine Wade, was mir schon sehr weh tat.
Letztlich genossen wir vier die Zeit mit diesen Affen: wir beobachteten sie in ihrem Verhalten und hatten alle dabei sehr oft ein Grinsen im Gesicht, weil sie sich so drollig verhielten.

Als der Ranger dann eintraf, durften wir uns noch die Babies dieser schwarzen Makaken anschauen und dann ging es auch los. Wir haben sehr viel neues von Flora und Fauna sehen dürfen, und schließlich bekamen wir dann auch die Makis zu sehen. Sehr niedlich und scheu schauten sie uns mit ihren riesigen Augen an.

Aber die Makaken hatten an diesem Tag dann doch einen höheren Stellenwert bei mir, so dass ich am Abend auf unserer Terrasse Makaken sah, die natürlich gar nicht dort waren. Am nächsten Morgen hatte sich dieses Phänomen schon fast ;-) wieder gelegt.

Fürs erste - falls ich hier doch noch einmal mehr schreiben sollte - möchte ich an dieser Stelle schon mal in die Welt schreien, dass all meine Freude auf diesen Urlaub mal wieder mehr als berechtigt war.
Wir vier hatten einen schönen Urlaub, konnten oft schmunzeln, lachen, staunen und haben viel gemeinsam erlebt.

4 Kommentare »

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  1. Tatsächlich ! Der Urlaub ist schon vorbei…
    Wenn ich an Singapur zurück denke, fangen meine Füße fast wieder an zu schmerzen… War das alles sehenswert ! Unterschiedlichste Architektur, Sonnenschirme noch und nöcher, ein Gewimmel und Gewusel …
    Dann Nord Sulawesi. Ich war froh, dass wir neben dem ganzen Tauchen den Parkbesuch “geschafft” haben. Jürgens Tasche hat den Makaken-Öffnungsversuch erstaunlicherweise überlebt.
    Die Kobold-Makis haben sich Hoffnungen auf die vorgehaltene Heuschrecke gemacht… Kurz bevor sie Schaum vorm Maul hatten mussten sie einsehen, dass sie sich ihr Fressen selbst besorgen müssen…
    Der Hornvogel hörte sich fliegend an wie ein Flugsaurier.
    Der Kuskus (kletterbeutler) beobachtete uns neugiergig…
    Schön, dass wir weitere gemeinsame Urlaubserinnerungen haben. Mit Euch dort gewesen zu sein war sehr erholsam, lustig, angenehm…
    Guter Bericht ! Ich bin wohl im Singapur-Bus eingeschlafen… Mir kam die Fahrerei nicht so lang vor :-) . Viele Grüße, Ilka

    Kommentar by Ilka — Montag, 13. April 2009 @ 12:51

  2. Singapur ist großartig. Ja, wie wahr!!!
    Und das Kompliment geb ich gern zurück. Es ist wirklich schön, gemeinsam in Erinnerungen schwelgen zu können.
    Man gut, dass Du die “Riesenkäfer” nicht erwähnt hast - grins.
    Ich vermissen den “gehässigen” Vogel, der immer die Tonleiter besungen hat… und den warmen Regen und die unsagbare Herzlichkeit der Menschen.

    Kommentar by Katrin — Donnerstag, 23. April 2009 @ 11:56

  3. Hi, auch wenn ich nicht dabei war.
    Kommt es mir doch so vor. der bericht ist wie immer super toll geschrieben. Vielen lieben Dank das ich an deinem Urlaub teilnehmen durfte. Knuddel K2

    Kommentar by Kerstin held — Freitag, 24. April 2009 @ 14:46

  4. Schöner Regenbogen über dem Meer und lustiges Geld.

    Wie dick war denn Dein Portemonnaie? Oder hast Du es gebündelt mit einem Strick ringsum?

    Kommentar by Karin — Donnerstag, 7. Mai 2009 @ 11:59

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