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Torrentsyndrom

- Administrator - Montag, 25. Februar 2008 -

Aus Stupidedia

Personen, die am o.g. Syndrom erkrankt sind, leiden unter der Vorstellung, permanent im Filesharing-Netzwerk downloaden zu müssen. Das Torrentsyndrom gehört zu den computerbedingten Krankheiten.

Symptome

* Erkrankte Personen versuchen in regelmäßigen Abständen, sich dafür einzusetzen, die DSL-Flatrate zum Grundnahrungsmitteln zu erklären
* Extreme Sprachgeschwindigkeitsunterschiede: Je mehr Menschen von ihnen Informationen beziehen wollen, desto langsamer reden sie
* Mitteilung von Informationen grundsätzlich bruchstückhaft und nie (!!!) chronologisch
* Abbruch der Sätze nach 99%
* Erkrankte erlangen die Fähigkeit, am Blinken des Routers die aktuelle Downloadgeschwindigkeit auf das Kilo genau zu schätzen.
* Der PC der erkrankten Personen wird nur durch Stromausfälle ausgeschaltet
* Die Polizei steht vor dem Haus des Erkrankten und trägt Computer heraus
* Die Telefonleitung erkrankter Personen hat eine Durchschnittstemperatur von 78°C
* Wenn man betreffende Personen nach ihrem Musik- oder Filmgeschmack fragt, antworten sie meist: “Ich hab alles da, ich kann alles besorgen. Ich hab auch den kränkesten Scheiß den es gibt”
* Erkrankte Personen werden auf die Frage nach ihren Freizeitbeschäftigungen nur merkwürdig gucken und verwundert fragen: “Freizeit?”
* Oft verwenden die Opfer dieser Krankheit Speicherkapazitäten anstatt Zeitangaben
* Antworten auf die Frage, ob der Wirt den Film X schon gesehen hat, werden grundsätzlich mit der Aussage: “Dafür bin ich zu geizig.” beantwortet.

- “Ich bin in 30 Megabyte bei dir”
- “Ich weiß gar nicht, warum du dich so aufregst, die 10 Kilobyte kannste jetzt echt mal warten.”

Heilungsmöglichkeiten

Die Heilungschancen dieser Krankheit sind immer noch schlecht. Allerdings gab es letztes Jahr einen Durchbruch in der Torrent-Forschung, als Professor I. Lahdnix feststellte, dass das Torrentsyndrom bei nordamazonischen Regenwürmern quasi gar nicht auftritt. Die Wissenschaft untersucht momentan die DNS dieser Tiere auf der Suche nach einem Heilmittel.

Ein Gegenvorschlag kam im Januar 2005 von Doktor Med. M. U. Sigindustrih, der vorschlug, die erkrankten Personen durch Isolierung von der Außenwelt zu kurieren. In der Öffentlichkeit ist diese Therapie allerdings ethisch sehr umstritten.

Der Erlrouter

- Administrator - Montag, 6. März 2006 -

Wer routet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Router, er routet geschwind!
Bald routet er hier, bald routet er dort
Jedoch die Pakete, sie kommen nicht fort.

Sie sammeln und drängeln sich, warten recht lange
in einer zu niedrig priorisierten Schlange.
Die Schlangen sind voll, der Router im Streß,
da meldet sich vorlaut der Routingprozeß
und ruft: “All Ihr Päckchen, Ihr sorgt Euch zu viel,
nicht der IP-Host, nein, der Weg ist das Ziel!”

Es komme gar bald einem jeden zu Gute
eine sorgsam geplante und loopfreie Route.
Des Netzes verschlungene Topologie
entwirr’ ich mit Dijkstras Zeremonie.
Der Lohn, eine herrliche Routingtabelle,
dort steh’n sogar Routen zu Himmel und Hölle.

Vergiftet der Rückweg, das Blickfeld gespalten,
mit RIP wird die Welt nur zum Narren gehalten.
Doch OSPF durchsucht schnell und bequem
mein ganz und gar autonomes System.
Für kunstvolle Routen, das vergesst bitte nie,
benötigt man Kenntnis der Topologie.

Zu Überraschungs- und Managementzwecken
durchsuch’ ich mit RMON die hintersten Ecken.
Kein Winkel des Netzes bleibt vor mir verborgen,
mit SNMP kann ich alles besorgen.

Wohlan nun, Ihr Päckchen, die Reise beginnt,
Mit jeder Station Eure Lebenszeit rinnt.
Doch halt, Ihr Päckchen, bevor ich’s vergesse:
“Besorgt euch mit NAT eine neue Adresse!”

“Mein Router, mein Router, was wird mir so bang!
Der Weg durch das WAN ist gefährlich und lang.”

“Mein Päckchen, mein Päckchen, so fürchte Dich nicht,
denn über Dich wacht eine Sicherungsschicht.”

“Mein Router, mein Router, was wird mir so flau!
Dort draußen am LAN-Port, da wartet die MAU!”

“Mein Päckchen, mein Päckchen Dir droht nicht der Tod,
denn über Dich wacht ja der Manchester-Code.
Doch halte dich fern von der flammenden Mauer.
Die sorgt selbst bei mir noch für ängstliche Schauer.”

“Mein Router, mein Router, wie glänzt dort voll Tücke
der schmale und schlüpfrige Weg auf der Brücke.”
“Oh weh! Das Netz ist mit Broadcasts geflutet.
Ach hätt’ ich doch niemals zur Brücke geroutet!

Mein Päckchen, den Kopf hoch, Du musst nicht verzagen,
an Dich wird sich niemals ein Bitfehler wagen.”

Schnell wie der Wind geht die Reise nun weiter
durch helle und funkelnde Lichtwellenleiter.

“Mein Päckchen, mein Päckchen, willst Du mit mir gehen?
Die Wunder des Frame-Relay-Netzes ansehen?”

“Mein Router, mein Router, ja hörst Du denn nicht,
was die WAN-Wolke lockend mir leise verspricht?”

“Glaub mir, mein Päckchen, im LAN, da entgeht
Dir sowieso Lebens- und Dienstqualität.
Reise nur weiter ganz ruhig und sacht
Quer durchs ATM-Netz mit FRF.8 .”

“Mein Router, mein Router, man hat mich verführt,
zerlegt, verschaltet und rekombiniert!”

“Mein Päckchen, das macht nichts, nun sparen wir viel,
ein VPN-Tunnel, der bringt Dich ans Ziel.

DiffSERV und TOS-Feld, merk’ Dir die Worte,
die öffnen zu jedem Router die Pforte.”

Finster der Tunnel, die Bandbreite knapp,
wie schön war die Backplane im eigenen Hub.
Am Ende des Tunnels: Das Päckchen ist weg,
vernichtet vom Cyclic Redundancy Check.

 
 


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